Freundeskreis Rio Negro

Rot eingefärbt die Provinz Rio Negro in Argentinien (Karte: Wikipedia)

 

Ansprechpartnerin in Deutschland

Brigitte Abele
Althönig 9
73577 Ruppertshofen-Hönig
Telefon 07176 4391
E-Mail w_abeledontospamme@gowaway.yahoo.de

Kontakt Pastor Reiner Kalmbach

Pastor Reiner Kalmbach
Los Álamos 156
8370 San Martin de los Andes
Prov. Del Neuquén, Argentina
Telefon +54 2972-422 775
E-Mail reiner.kalmbachdontospamme@gowaway.gmail.com
oder hosteriadontospamme@gowaway.barenhaus.com.ar

 

Spenden

Spenden für das Projekt „Rio Negro“ erbitten wir an:

Evangelische Kirchenpflege
Mozartstraße 7
73577 Ruppertshofen
Telefon 07176 453995

bei der Kreissparkasse Ostalb
IBAN: DE 30 614 500 500 440 025 298
SWIFT-BIC: OASPDE6AXXX

Kennwort „Rio Negro“

Bitte beachten Sie bei der Abwicklung von Spenden und Zuwendungsbestätigungen folgendes:

  • Geben Sie bitte auf dem Überweisungsträger Ihre vollständige Anschrift lesbar an, vor allem dann, wenn Sie zum ersten Mal für unser Projekt spenden. Bitte denken Sie auch daran, uns über eine Adressänderung zu informieren.
  • Wie immer stellen wir die meisten Zuwendungsbestätigungen erst nach dem Ende des Kalenderjahres aus, um alle Spenden eines Kalenderjahres auf einer Bestätigung zu erfassen.
  • Wenn Sie einen größeren Betrag gespendet haben und sicher sein möchten, dass dieser auch angekommen ist, oder Sie eine vorgezogene Bescheinigung brauchen, melden Sie sich bitte bei
    Pfarramtssekretärin Eleonore Mangold
    E-Mail  eleonore.mangolddontospamme@gowaway.yahoo.de
    Sie wird dann das Weitere veranlassen und stellt Ihnen bei Bedarf auch gerne während des  Jahres eine Spendenbestätigung aus.
 

Verwaltungsgliederung der Provinz Rio Negro (Karte: Wikipedia)

 

Der Freundeskreis „Rio Negro“ unterstützt den aus Ruppertshofen-Hönig stammenden Pfarrer Reiner Kalmbach bei seiner Arbeit in Argentinien. Er wurde von dem ehemaligen Ruppertshofener Pfarrer Ranz vor fast 30 Jahren gegründet. Nach seinem Wechsel in eine andere Pfarrgemeinde vor nunmehr 15 Jahren übernahm Brigitte Abele seine Leitung.

Mindestens zweimal jährlich sendet Reiner Kalmbach „Freundesbriefe“ nach Deutschland. In ihnen gibt er Einblicke in seine Arbeit in der evangelischen Kirchengemeinde Rio Negro. Seine Kirchengemeinde muss für alle anfallenden Kosten selbst aufkommen, das heißt, die Mitglieder finanzieren über ihren „Beitrag“ das Gehalt des Pfarrers, Kosten für Büro, Kinder-, Jugend- und Konfirmandenarbeit usw.

Da dieses Geld nicht reicht, die vielen sozialen Projekte der Kirchengemeinde zu unterstützen, helfen seit Jahrzehnten die Mitglieder des Freundeskreises. Durch ihre Spenden war es unter anderem möglich,

  • in Allen den Erweiterungsbau eines Altenheimes für mittellose alte Menschen zuerrichten und dessen Betrieb zu sichern
  • durch „Gotitas“ (ursprünglich eine Art Frauenhaus) täglich Lebensmittel an über 250Familien zu verteilen
  • eine Nähwerkstatt (Piuké) einzurichten, in der Frauen unter anderem Stofftaschen herstellen und sich so ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen können
  • eine Einrichtung für die Betreuung geistig und körperlich behinderter Jugendlicher (Puerte de Luz) zu unterstützen
  • argentinische Jugendliche als Volontäre nach Blaubeuren ins Evangelische Jugendwerk zu entsenden

Seit vielen Jahren reisen auch junge Menschen aus Deutschland in Reiner Kalmbachs Kirchengemeinde, um für ein Jahr einen freiwilligen sozialen Dienst zu leisten.

„Das ist vielleicht die schönste Art, Christi Kirche in der Welt zu leben, Brücken zu bauen und Vorurteile abzubauen.“ (Zitat Reiner Kalmbach)

 

Freundesbrief Río Negro & Neuquén Weihnachten 2020

 

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freunde!

Nein, Weihnachten fällt nicht aus wegen Covid-19!, und die Kirche lebt, trotz Einschränkungen, Verboten, Distanz, trotz Pest.

Weihnachten 2020, die Geburt Jesu, die Menschwerdung Gottes, unseres himmlischen Vaters. Vielleicht wird die frohe Botschaft in diesem Jahr von den Menschen wirklich als solche wahrgenommen. Am 1. Adventssonntag feiern wir in Bariloche den ersten Präsenzgottesdienst seit Anfang März. Ein solch
starkes Bedürfnis nach Gemeinschaft, nach dem Wort Gottes, nach „Gottesdienst“ habe ich selten erlebt. Viele unserer Gemeindeglieder leben allein. Acht Monate „Quarantäne“ haben ihre Spuren hinterlassen: Depressionen, Einsamkeit, Freundschaften die zerbrochen sind, sogar ein Selbstmord,
Grosseltern die ihre Enkel nicht mehr umarmen durften… In den vergangenen Monaten und Wochen hatten wir mehrmals einen Anlauf genommen, wollten zu einer gewissen Normalität zurückfinden und wurden dann von der städtischen Bürokratie in letzter Minute zurückgepfiffen.

Argentinien hat den Weltrekord in strengen Quarantänemassnahmen, die am 20. März eingeführt wurden und am 1. Dezember offiziell aufgehoben werden. Eigentlich hat sich das ganze Land in einen Flickenteppich verwandelt: die einzelnen Provinzen haben sich abgeschottet, da kommt niemand rein, noch raus. Familien sind seit Monaten getrennt. Das ging soweit, dass sogar das Verfassungsgericht einschreiten musste, um der Behördenwillkür Einhalt zu gebieten. Ich habe noch die Reden unseres Präsidenten im Ohr, als er Vergleiche mit Europa und Nordamerika anstellte, so nach dem Motto „so wird es bei uns nicht sein.“ Anfänglich sah es tatsächlich so aus, als ob der unglaublich strenge Lock down die Zahlen niedrig halten würde. Mittlerweile haben wir über 37.000 Todesopfer zu beklagen und über 1,2 Millionen Infizierte. Sämtliche Schulen sind noch bis März geschlossen, weil die Lehrergewerkschaften sich weigern die Schutzprotokolle zu befolgen. Laut Erziehungsministerium wurden nur 47% der Schüler über den elektronischen Unterricht erreicht. Na ja, je dümmer das Volk, desto leichter lässt es sich „regieren“.

2020, das Jahr der geschlossenen Grenzen, der Hilflosigkeit angesichts einer Pandemie die uns alle bedroht und die sozialen Unterschiede verwischt. Plötzlich ist die Welt wieder sehr gross geworden, sogar im eigenen Land werden Mauern und Grenzen errichtet, man fühlt sich in seiner individuellen Freiheit beschränkt, kontrolliert, entmündigt…

Die gesamte Menschheit ist in ihrem Glauben an ihre Allmacht, an die unbegrenzten Möglichkeiten von Wissenschaft und Technologie tief erschüttert.

Haben wir etwas aus dieser Katastrophe gelernt?, sind wir bescheidener geworden?, Zweifel
sind erlaubt.

Aber am 1. Oktober kam unsere vierte Enkelin Kathya Sabine zur Welt. Freude, Hoffnung, Liebe, Nähe, Gottes Nähe! Bei so viel Dunkelheit und Ungewissheit, ist die Geburt eines Kindes eine Botschaft an die Welt. Ja, so ein kleiner Tropf ist eine grosse Herausforderung an uns.

 
 

Aktuelle Situation

Wie bereits in den letzten Freundesbriefen berichtet und „vorausgesagt“, trifft uns jetzt die ganze Wucht des wirtschaftlichen Zusammenbruchs. Rund die Hälfte aller Argentinier sind jetzt arm. Ganz schlimm trifft es den Mittelstand. Während die „Armen“, also jene die über kein festes Einkommen verfügen, vom Staat unterstützt werden, bekommen die Arbeiter, Angestellten und Selbständige keinerlei finanzielle Hilfe. Über 60.000 kleine und mittlere Betriebe mussten schliessen. Manche Firmen erhielten zwar günstige Kredite vom Staat, um damit einen Teil der Löhne und Gehälter bezahlen zu können, aber seit September läuft nichts mehr. Die Reallöhne sanken auf das Niveau von 1974!, während die Lebensmittelpreise um 3,8% monatlich steigen. Der Warenkorb für eine Familie mit vier Personen liegt zur Zeit bei 54.000 pesos im Monat. D.h. wer weniger verdient, ist arm. Dabei liegt das Durchschnittseinkommen bei 48.000 pesos. Ich selbst komme gerade mal auf 50.000 netto, und das nur „tröpfchenweise“, d.h. wenn die Gemeindekasse flüssig ist.

Was mir grosse Sorgen bereitet: es ist klar, dass es bei vielen Menschen ums nackte überleben geht: was werden meine Kinder heute essen, und morgen…?, wo kann ich eine Arbeit für ein paar Tage bekommen?, wie soll ich am Monatsende die Miete bezahlen?, womit die Rate fürs Haus…? In solch einer Situation kann die Regierung in aller Ruhe die politische Landschaft umkrempeln.

Wie berichtet, laufen gegen die Vizepräsidentin Cristina Kirchner eine ganze Reihe von Strafprozessen wegen Korruption und einer sogar wegen Hochverrats. Ihre durchaus verständliche Sorge dreht sich natürlich um ihre Zukunft. „Straffreiheit“ ist das Stichwort. Mit der Mehrheit  im Kongress und Senat versucht die Regierung eine „Justizreform“ durchzuboxen. Unbequeme Richter und Staatsanwälte sollen durch regierungsfreundliche Juristen ausgetauscht werden. Es ist unglaublich, aber die schlimmsten Korruptionsfälle in der Geschichte Argentiniens laufen Gefahr im Sande zu versickern. Und damit bleiben die vielen Milliarden verschwunden, Milliarden die für den Bau von Krankenhäusern und Schulen fehlen. Seit Amtsantritt der neuen Regierung im Dezember letzten Jahres wurden über 200 rechtskräftig verurteilte Funktionäre, wie der ehemalige Vizepräsident Boudou (während der Präsidentschaft von Cristina Kirchner), aus den Gefängnissen „befreit“.

Das zu kritisieren wird immer schwieriger: schliesslich handelt es sich um eine „linke“ Regierung, die sich die soziale Gerechtigkeit auf ihre Fahnen geschrieben hat. Da wird man schnell in die rechte Ecke gedrängt.

Selbst unter den Kollegen wird der Riss immer sichtbarer. Ideologisches Denken macht blind, zumindest auf einem Auge…

Dass Argentinien den Weg Venezuelas einschlagen könnte, sehe ich nicht. Dazu ist die Opposition und vor allem der gebildete Mittelstand zu stark. Aber schon jetzt sind die demokratischen Institutionen in ihrer Unabhängigkeit eingeschränkt.

Wie sieht die nahe Zukunft aus? Niemand weiss es. Das nächste Jahr wird auf jeden Fall für die meisten Menschen sehr, sehr schwer werden. Niemand weiss, wie ein ganzes Jahr ohne Klasse, ohne den Kontakt mit Freunden und Lehrern, auf die Seele der Kinder wirkt…

 
 

Unsere diakonischen Einrichtungen/Projekte

  • Altenheim Allen:
    Anfang Oktober konnte die Heimstiftung, nach über zehn Jahren, eine Generalversammlung abhalten und einen neuen Vorstand wählen. Dadurch ist nun der Weg zu einer Normalisierung des Heimbetriebs frei. Durch strengste Sicherheitsmassnahmen konnte bisher eine Ansteckung mit Covid-19 verhindert werden. Es ist das einzige Heim in der ganzen Provinz ohne Coronafälle. Aber das hat seinen „Preis“: nach wie vor erwirtschaftet das Heim ein unhaltbares monatliches Defizit. Es konnten zwar einige Betten neu belegt werden, aber die wirtschaftliche Notsituation macht sich immer stärker bemerkbar. Die alten Menschen, oder ihre Familienangehörigen können die Kosten einfach nicht mehr bezahlen. In den kommenden Monaten wird es sich zeigen, ob wir in der Lage sein werden, wenigstens auf ein Nulldefizit zu kommen. Aus dem Freundeskreis müssen wir dem Heim immer wieder mit finanziellen Hilfen unter die Arme greifen, vor allem bei der Anschaffung von materiellen Dingen und Reparaturen an den Gebäuden.
  • Gotitas:
    Einrichtungen wie „Gotitas“ sind in solchen Krisenzeiten für Millionen von Menschen im ganzen Land überlebenswichtig. Wenn der Staat versagt, leisten diese Institutionen übermenschliches. Gotitas verteilt täglich Lebensmittel an über 250 Familien. Mit Geldern aus dem Freundeskreis haben wir bis jetzt über 3 Tonnen Lebensmittel eingekauft, das meiste zum Selbstkostenpreis,
    weil selbst die Grossmärkte ihren Teil an Hilfe beitragen wollen.
    Und seit einer Woche darf Gotitas, unter Auflagen, mit Kindern arbeiten und die Bäckerei hat ebenfalls ihre Arbeit wieder aufgenommen.
    Wenn alles klappt, wird ab Dezember auch wieder der „comedor“, d.h. der warme Mittagstisch, funktionieren. Die Kinder bleiben dann den ganzen Nachmittag, sodass die Mütter, oder Eltern arbeiten können und sie damit aus der Abhängigkeit herauskommen.
    Wir können mit dieser Hilfe die tiefgreifenden und übergrossen Probleme und ihre Ursachen
    nicht aus der Welt schaffen, aber es ist viel mehr, als der berühmte „Tropfen auf den heissen Stein“.
 
 

Die Gemeinden:

Wie bereits angedeutet, wollen wir langsam zur „Normalität“ zurückfinden. Dabei kämpfen wir gegen die Angst an, die bei vielen Menschen tief sitzt. Die Regierung hat über all die Monate auf die Botschaft der Angst gesetzt: mit Bildern und Zeugnissen von überfüllten Krankenhäusern und Massengräbern in Europa, den USA oder Brasilien, hat sich die Angst in die Seelen der Menschen geschlichen. Wir haben ältere Gemeindeglieder die seit März nicht mehr aus dem Haus gehen. Fast alle leiden unter schweren Depressionen.

Es ist mein letztes Jahr im Dienst unserer Kirchen und Gemeinden. Eigentlich hatte ich mir diese Zeit anders vorgestellt, mit Abschied, Abstand schaffen, die Gedanken bereits im neuen Lebensabschnitt. Unser ökumenisches Projekt „caminando juntos“ (wir gehen gemeinsam) hat bereits sechs Jahre hinter sich. Und es soll ja nicht nur weitergehen, sondern in die Gründung einer ökumenischen Gemeinde münden. Dafür den oder die richtige/n Kandidaten oder Kandidatin zu finden, war und ist unsere Sorge. Mein Vertrag endet offiziell Ende Februar, der oder die Nachfolger/in sollte also am 1. März beginnen. Aber Lock down und Passivität unseres Vorstandes haben alles verzögert. So habe ich mich bereit erklärt „ehrenamtlich“ beide Gemeinden das nächste Jahr hindurch zu begleiten, bis die Nachfolgefrage gelöst ist. Aber unseren (hoffentlich) letzten Umzug nach El Bolsón werden wir zwischen Weihnachten und Neujahr durchführen. D.h. ich werde dann von El Bolsón aus nach San Martin de los Andes und Bariloche fahren. Auch in der Schule „San Esteban“ in Bariloche werde ich weiterhin präsent sein. Und dann habe ich fest vor, im Mai / Juni nach Deutschland zu reisen.

Trotz Lock down und strengen Reisebeschränkungen konnten wir in diesem Jahr wieder eine junge Freiwillige ins Evang. Jugendwerk in Blaubeuren entsenden. Nach einigem hin und her und viel „bibbern“ bis zur letzten Minute, konnte Lucila Ende Oktober in den Flieger nach Deutschland steigen. Auch dieses Programm soll ja weitergehen, es darf nicht zusammenbrechen, nur weil ich in den Ruhestand gehe…

 
 

Familie:

Tamara lebt mit ihrer Familie in Allen, d.h. wir sehen unsere Enkelinnen seit Februar nicht. Und für die Kleinen ist es besonders schwer, sie leben ja in der „·Chacra“ und ihre Freunde sind alle in der Stadt. Da Allen sehr viele Corona-Fälle hat, dürfen sie die Chacra nicht verlassen. Aber so geht es ja vielen Menschen. Wenn alles gut geht werden wir im Januar die Ferien gemeinsam in El Bolsón verbringen.

Ruben und Caro haben, wie schon erwähnt, Familienzuwachs bekommen. Da sie in San Martin wohnen, sehen wir uns fast täglich. Wir geniessen natürlich unsere Enkelinnen. Bianca bleibt öfter über Nacht bei uns. Bei Ruben ist es unsicher, ob er im Januar noch Arbeit hat. Er arbeitet in der Stadtverwaltung, seit fünf Jahren auf Vertragsbasis, d.h. solange er noch keine Festanstellung hat, wird sein Vertrag alle sechs Monate erneuert, oder eben nicht. In solchen Zeiten ist das natürlich ein ungeheurer Druck.

Jonas und Grecia leben in Berlin, wir vermissen sie sehr. Jonas arbeitet nach wie vor in der Berliner Stadtmission und Grecia versucht sich in der deutschen Sprache und hofft natürlich bald eine Arbeit zu finden.

Irgendwie waren wir bisher immer von unseren Kindern „umringt“, das ändert sich langsam. Und El Bolsón ist halt doch weitab. Hinzu kommt, dass wir dort bis jetzt noch kein gutes Internet haben. Skype und Zoom sind so etwas wie Brücken ganz besonders in diesen Zeiten.

2020, ein aussergewöhnliches Jahr, ein merkwürdiges Jahr, ein Jahr das uns die Grenzen aufgezeigt hat. Gerade für Kirchen und Gemeinde eine schwierige Zeit…, und doch sind wir uns, so merkwürdig das klingen mag, näher gekommen. Nie zuvor hatte ich so viel Kontakt mit fast allen Gemeindegliedern. Das zeigt, das die Kirche lebt, weil die Menschen sie brauchen. Und so werden wir Weihnachten feiern, mit Auflagen, aber mit Hoffnung…, Ihr im winterlichen Europa, wir im sommerlichen Patagonien.

Habt Dank für Eure Treue!, habt Dank für die Hilfe, für die Gebete!
Wir wissen, dass viele Menschen an uns denken und
so tun wir das auch.

Gott behüte und begleite Euch, nehmt die Frohe Botschaft in Eure Herzen auf!,
und lasst die Welt sehen und spüren, wer unser Herr ist!

Herzliche Grüsse aus Patagonien,
ein gesegnetes 2021

Familie Kalmbach

 

Freundesbrief  November 2020
von Reiner Kalmbach an den
Freundeskreis Rio Negro
(Begleitschreiben)

 

 

Liebe Mitglieder des Freundeskreises Rio Negro!

Lassen Sie mich mein Begleitschreiben zu Pfarrer Kalmbachs Freundesbrief mit etwas Positivem beginnen:

Am 1. Oktober erblickte seine vierte Enkelin Katya Sabine das Licht der Welt!

Da sein Sohn Ruben mit Familie ebenfalls in San Martin wohnt, können er und seine Frau diese neue Erdenbürgerin und ihre Schwester sehen und betreuen. 

Zur Familie seiner Tochter Tamara in Allen hingegen hat er aufgrund der Corona-Pandemie seit Monaten keinen persönlichen Kontakt.

Vom 20. März bis zum 1. Dezember galten in Argentinien strenge Quarantänemaßnahmen, die einschneidende wirtschaftliche und soziale Folgen für die Bevölkerung mit sich brachten. Zugunsten der Gesundheit aller Beteiligten war es zwingend notwendig, dass sich selbst engste Familienmitglieder über Monate hinweg nicht besuchen konnten.

In Argentinien werden die Maßnahmen gerade wieder gelockert. Es wird sich zeigen, wie sich die Lage weiter entwickelt!

Für einen großen Teil der Menschen in Argentinien geht es aber im wahrsten Sinne des Wortes ums Überleben. Pfarrer Kalmbach ist darüber sehr besorgt und versucht durch vielerlei Aktivitäten, diese Situation zumindest für einige von ihnen abzumildern. Deshalb berichtet er in seinem Brief auch von Projekten, die durch Mittel des Freundeskreises unterstützt werden konnten. So wird wieder überaus deutlich, wie wichtig und hilfreich unsere Spenden auf einem weit entfernten Kontinent für viele Menschen sein können – und somit endet dieser Brief auch wieder mit etwas Positivem und Hoffnungsvollem.

Verbunden mit dem Wunsch nach einer besinnlichen Adventszeit
grüßt Sie herzlich
Brigitte Abele