Ökumenische Kinderbibeltage

 

Zeitreise zu schrägen Typen

Ökumenische Kinderbibeltage in Spraitbach

Mit den Mitarbeitenden der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde Spraitbach reisten 30 Kinder in einer Zeitreise „zu schrägen Typen“. Schon bei der Begrüßung konnten die Kinder feststellen, dass es in die Vergangenheit geht, denn sie wurden an einem „historischen Stadttor“ im evangelischen Gemeindehaus empfangen. Ausgestattet mit einem Pass machten sie sich mit ihren Reiseleitern Franzi und Willi auf in die biblische Stadt Jericho, wo sie am ersten Nachmittag auf drei Bettler trafen.

Der gehbehinderte Andreas, der aussätzige Paul und der blinde Bartimäus saßen am Straßenrand und hofften auf eine milde Gabe der Vorbeiziehenden. Besonders Bartimäus gab seine Hoffnung auf Gott nicht auf: „Ihr werdet sehen, etwas Besonders wird geschehen und Gott wird uns helfen“, ermutigte er seine Mitbettler. Diese Hoffnung erfüllte sich am zweiten Tag der Kinderbibeltage. Jesus kam in die Stadt Jericho und Bartimäus ließ nicht locker, bis er zum ihm vorgelassen wurde. Auf seine Bitte hin „Herr, ich möchte sehen können“ nahm ihm Jesus die Augenbind ab und Bartimäus wurde geheilt.

Diese eindrucksvolle biblische Geschichte vertieften die Kinder in Kleingruppen, indem sie die Geschichte selbst nachspielten. In zahlreichen Spielen und Aktionen konnten die Kinder ausprobieren, was es heißt, nicht sehen zu können: Sie mussten in einem dunklen Raum ihren Weg über Hindernisse finden oder Alltagsgegenstände in ihrem Geräusch erkennen. Doch auch Menschen, die nicht sehend sind, können mit ihren Sinnen einiges entdecken. So durften die Kinder ein Hörmemory, Spiele mit einem akustischen Ball und allerlei Hilfsmittel, die blinden Menschen den Alltag erleichtern ausprobieren. Auch ein Kurzfilm zu einer Blindenhundeausbildung wurde gezeigt. Als besonderen Höhepunkt war ein nicht sehender Gast anwesend, der den Kindern aus seinem Alltag berichtete.

Mit einem Familiengottesdienst in der Michaelskirche wurden die Kinderbibeltage abgeschlossen und den Eltern und Gottesdienstbesuchern klang es noch lange im Ohr. „Ein Wunder, ein Wunder, ein Wunder ist geschehen“.